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Seltenes Insekt entdeckt: Der Behaarte Kurzflügler verliert seinen Lebensraum
Emma Weitkamp (Text)
Mittlerweile 17 Exemplare des seltenen Behaarten Kurzflüglers wurden bislang 2024-26 im Artland auf von RANA e.V. (Regionale Arbeitsgruppe für Naturschutz im Artland e.V.) betreuten Weiden gesichtet und sorgen für Begeisterung. Biozideinsatz und der stark zurückgegangene Bestand der Weidetiere erschweren es dem Kurzflügler, Nahrung zu finden, und nehmen ihm Stück für Stück seinen Lebensraum.
Der Behaarte Kurzflügler, oder auch Emus hirtus, zählt mit seiner strahlend gelben Färbung und seiner markanten Behaarung zu den auffälligsten Käfern aus der Familie der Kurzflügler. Er lebt auf Weiden, genauer gesagt auf den Hinterlassenschaften der Weidetiere, und jagt, was sich zu ihm auf die Kuhfladen gesellt.
Bundesweit auf der Roten Liste vertreten, kämpft der Käfer um sein Überleben. Die intensive Landwirtschaft legt ihm noch immer Steine in den Weg. Sein Lebensraum schwindet, weil es immer weniger Weidetiere auf den landwirtschaftlichen Flächen gibt. Auch sind Biozide in den Fladen des Viehs dafür verantwortlich, dass seine Larven absterben.
Das „seltene Naturjuwel“, wie der Behaarte Kurzflügler noch genannt wird, ist Resultat eines sehr langen Projekts von RANA, mit Hilfe von Rindern, Pferden und Schafen Grünlandflächen durch extensive Beweidung artenreich zu entwickeln. Seit mittlerweile 31 Jahren wurde sich dafür eingesetzt, im Artland einen umfassenden Lebensraum auch für viele andere Insektenarten zu schaffen.
Dem verloren geglaubten Behaarten Kurzflügler scheint also mit intensiver Hingabe erst einmal eine Rückkehr ermöglicht worden sein, er gilt aber noch immer als stark gefährdet. Dieser kleine Erfolg von RANA darf also gefeiert, sich aber nicht darauf ausgeruht werden.
Hier die Anregung für jeden, der autorisierten Zugang zu Weideflächen hat: Schauen Sie mal nach, wen Sie dort so alles finden! Sollten Sie den Behaarten Kurzflügler sehen, melden Sie uns bitte ihren Fund, am besten mit Foto, Anzahl und Fundort!

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