Support

Lorem ipsum dolor sit amet:

24h / 365days

We offer support for our customers

Mon - Fri 8:00am - 5:00pm (GMT +1)

Get in touch

Cybersteel Inc.
376-293 City Road, Suite 600
San Francisco, CA 94102

Have any questions?
+44 1234 567 890

Drop us a line
info@yourdomain.com

About us

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit.

Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec.

DE
Hamburger St. 12, 49084 Osnabrück
info@umweltforum-osnabrueck.de

Bündnis Exit A33 Nord - im Gespräch mit dem Stadtbaurat am 09. Februar 2026

Bericht: Sprecher*innen-Team Bündnis Exit A33 Nord

Am 09. Februar 2026 war Thimo Weitemeier – Stadtbaurat von Osnabrück – zu Besuch beim Bündnis. In angenehmer Runde haben wir mit ihm über die Situation der B68 in Osnabrück gesprochen. Wir wollten wissen, wie seine Einschätzung dazu ist, die Bundesstraße im Stadtgebiet abzustufen (z. B. zur Kreisstraße), um in der Stadt verkehrslenkende Maßnahmen für mehr Sicherheit umsetzen zu können. Das alles vor dem Hintergrund, ob die A33 Nord dafür benötigt wird oder nicht.

In Anlehnung an Recherchen der Bündnismitglieder und fachkundige Aussagen vom Osnabrücker Prof. Jürgen Deiters, vertraten die Bündnismitglieder folgende Auffassung: Welche Rolle die B68 in Osnabrück spielen soll, kann unabhängig von der Planung der A33 Nord entschieden werden. Denn es geht bei der Einstufung in eine Bundesstraße darum, welche Funktion die Straße aktuell hat. „Entscheidend für die Frage einer Abstufung ist also, ob sich die Verkehrsbedeutung der Bundesstraße geändert hat und dadurch die Straße nicht mehr die Anforderungen des § 1 Abs. 1 FStrG erfüllt,“ d.h. dem weiträumigen Verkehr dienen oder zu dienen bestimmt ist[1]. Die Verkehrszahlen aus der Verkehrsuntersuchung vom Büro IPW zur Planung der A33 Nord sagen eindeutig, dass die B68 innerhalb des Stadtgebiets Osnabrück diese Funktion nicht hat. Der Anteil des überregionalen Durchgangsverkehrs am Gesamtverkehr beträgt auf der B68 in Osnabrück nur 1,4% ([2]. Dieses Ergebnis entkräftet also das Argument, die A33 Nord könne den LKW-Verkehr in der Innenstadt deutlich verringern. Denn 98% des Verkehrs in der Stadt berührt Ziele in der Stadt selbst. Das Bundesverwaltungsgericht hat 2002 festgestellt, dass die Straße nicht mehr dem weiträumigen Verkehr dient, wenn der Anteil dieses Verkehrs hinter dem Anteil jeder Art der übrigen Verkehrsvorgänge (z.B. Quell- und Zielverkehre, Ortsverkehr) zurückbleibt. Diese Voraussetzung sehen die Bündnismitglieder mit den vorliegenden Zahlen als gegeben an.

[1]    Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags: Straßenrechtliche Fragen zur Widmung und Abstufung. WD 5 – 3000 – 31/20, Berlin 2020, S. 10

[2]    IPW Ingenieurplanung Wallenhorst: Neubau der A33 von der A1 (nördlich Osnabrück) bis zur A33/ B51 (OU Belm) - Verkehrsuntersuchung - Fortschreibung 2018, Wallenhorst 2020, S. 11

Bürgerprotest beim Hoffest. Foto: Umweltforum

Herr Weitemeier sah die Option, die B68 ohne A33 Nord abzustufen, so ohne weiteres nicht, da keine leistungsfähige Alternative zur Verfügung steht. Er führte aus, dass für die Autobahnen A30 und A1 eine Umleitungsstrecke vorgehalten werden müsste, wenn diese mal gesperrt werden. Derzeit diene die B68 als Umleitungsstrecke. Die Alternative würde in der A33 Nord bestehen und erst wenn es diese gebe, könne die B68 nach seinem Verständnis in der Stadt durch die zuständige Behörde abgestuft werden. Selbst wenn die Klassifizierung als Bundesstraße entfallen würde, würde die heutige B68 als kürzeste Verbindung vermutlich weiterhin durch den Durchgangsverkehr genutzt werden, bis es eine leistungsfähige Alternative gibt.

Wir wiesen darauf hin, dass Umleitungsstrecken bei Autobahnsperrungen unabhängig von der Straßenkategorie festgelegt werden. Im Beitrag der wissenschaftlichen Dienste des deutschen Bundestages ist die Funktion als Umleitungsstrecke nicht benannt, um die Straße einer bestimmten Kategorie (Bundes-, Land-, Kreisstraße) zuordnen zu müssen und scheint daher kein Hinderungsgrund für die Abstufung einer Bundesstraße zu sein.[1] Eine leistungsfähigere Alternative als die B68 gibt es bereits über die B51 und B214 östlich von Osnabrück.

[1]    Ergänzung nachträglich zum Gespräch:
    Die Stadt Osnabrück hatte bereits 2014 einen Antrag an BMVI und NLStBV (die zuständigen Bundes- und Landesbehörden) gestellt, in welchem die Herabstufung der B 68 im Stadtgebiet gefordert wurde. Als Alternative für Durchgangsverkehr schlug die Stadt vor, den Verkehr zwischen der A 1-Osnabrück-Nord und der A 30-Osnabrück-Nahne über die Autobahnen 1 und 30 zu leiten. Die NLStBV lehnte den Antrag im Sommer 2015 jedoch mit der Begründung ab, dass die von der Stadt Osnabrück genannte Alternativroute über das Lotter Kreuz schon jetzt überlastet sei und sich die Situation durch eine Herabstufung der B 68 noch verschärfen würde. Möglich werde eine Herabstufung erst mit dem Bau der A33 Nord. (https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstraße_68).
Diese Entscheidung der Landesbehörde ist jedoch höchst angreifbar, denn durch Osnabrück führen gar keine ausgewiesenen Bedarfs-Umleitungen (U-Nummern), sondern allenfalls temporäre Umleitungen bei Baustellen! (Daher gibt es auch keine blauen U-Schilder in der Stadt.) Denn nach den gültigen Richtlinien sollten Autobahn-Umleitungen nicht durch Wohngebiete führen.

Höherer Stellenwert für Mobilitätswandel

Herr Weitemeier möchte die B68 und insbesondere den zugehörigen Durchgangsverkehr sehr gerne aus der Stadt raushaben, um mehr Spielraum für Maßnahmen des Mobilitätswandels zu erhalten. Er hält das aber ohne den Bau der A33 Nord für kaum durchsetzbar. Die Alternativen bezüglich der Nutzung anderer Straßen, die wir beim Treffen ausgeführt haben, überzeugten ihn auf den ersten Blick nicht. Dabei haben wir besonders auf die Route über B51 und B214 hingewiesen, die den Verkehr sogar schneller von der A33 Süd zur A1 bringt, als es über die B68 durch die Stadt geht. Die Route über B51 und B214 ist zudem gut ausgebaut und wird bereits jetzt in Navi-Systemen als Alternative angezeigt, wenn es sich auf der A30 und A1 staut.

Nichtsdestotrotz machte Herr Weitemeier klar, dass die Alternativen zum Auto und LKW-Verkehr gefördert werden müssten. Er gab im Hinblick auf die Abstufung der B68 noch den Hinweis, dass für den gemäß der Widmung notwendigen Ziel- und Quellverkehr zu den Gewerbebetrieben die Erreichbarkeit auch zukünftig sichergestellt werden muss. Für den Durchgangsverkehr würde es aber eine deutliche Entlastung geben, sodass der LKW-Verkehr in der Innenstadt deutlich verringert würde.

Einig waren wir uns, dass nachhaltige Verkehrsmittel mehr in den Fokus der Planung rücken müssen. Zum Abschluss des Gesprächs nahmen alle Beteiligten mit, dass sie neue Informationen erhalten haben, die weiter betrachtet und zum Teil geprüft werden sollten.

Informationen zum Bündnis hier.

Hier können Sie unseren kostenlosen monatlichen E-Mail-Rundbrief bestellen!

Zurück

Copyright 2026. Umweltforum Osnabrücker Land e.V.

Einstellungen gespeichert
Sie haben die Kontrolle über Ihre Daten

Wir und unsere Geschäftspartner nutzen Technologien wie Cookies dazu, personenbezogene Informationen für verschiedene Zwecke zu sammeln, darunter:

  • Erforderlich
  • Externe Medien
  • Statistik


Wenn Sie auf „Akzeptieren“ klicken, erteilen Sie Ihre Einwilligung für alle diese Zwecke. Sie können auch entscheiden, welchen Zwecken Sie zustimmen, indem Sie das Kästchen neben dem Zweck anklicken und auf „Einstellungen speichern“ klicken.
Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie auf das kleine Symbol unten links auf der Webseite klicken.